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Ausstellung "Mädchenwelten" im Grünen Laden - Regionalbüro vom MdL Antje Hermenau eröffnet

Mittwoch, 26. Mai 2010

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Lebenswelt, Wünsche und Zukunftsideen von Mädchen und jungen Frauen sind Inhalt einer Ausstellung die am 26. Mai 2010 durch die Bundestagsabgeordnete Monika Lazar eröffnet wurde.

In "Mädchenwelten" erzählen 18 Mädchen auf Bildcollagen und Fotowürfeln von der Vielfalt ihrer Lebensentwürfe. Damit wollen sie die oft einseitige Sicht auf Mädchen in unserer Gesellschaft aufbrechen. Eingebettet in das 16. Jubiläum der LAG „Mädchen und junge Frauen in Sachsen“ e.V. und der Tagung „Mädchenwelten – Fachtag der Mädchenarbeit in Sachsen“ wurde diese Wanderausstellung erstellt und 2009 erstmalig in Dresden gezeigt.

Die LAG ist in ihrem weiterbestehen gefährdet, da in Sachsen im Bereich der Sozial- und Jugendarbeit massiv gekürzt werden soll, so Monika Lazar in ihrer Eröffnungsrede. Sie verwies auch auf die Spendenmöglichkeit zugunsten der LAG und Aktionsmöglichkeiten gegen die geplanten Kürzungen im Sozial- und Jugendbereich.

Die Ausstellung ist Montag bis Freitag von 14.00 -18.00 Uhr (und nach Vereinbarung) im Grünen Laden – Regionalbüro MdL Antje Hermenau, Hauptmarkt 2, in Bautzen geöffnet.

Information zur Austellung: hier (Pdf-Broschüre)

Unten das Redemanuskript von Monika Lazar

 

Jens Bitzka (Mitarbeiter Grüner Laden)

 

Redemanuskript Monika Lazar

Ausstellungseröffnung „Mädchenwelten“
26. Mai 2010 // 18:00 Bautzen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich freue mich, die Ausstellung „Mädchenwelten“ eröffnen zu dürfen.
Ich begleite die Mädchenarbeit in Sachsen schon lange. Ich habe in den letzten Jahren mehrere Vereine und Initiativen ideell und auch finanziell unterstützt, so z.B. auch diese Ausstellung.

Wie sehen die Lebensrealitäten von Mädchen und jungen Frauen in Sachsen aus? Was sind ihre Träume, Ziele und Ängste? Diese Fragen gilt es abseits von Klischees und Vorurteilen zu beantworten um seitens der Politik und Gesellschaft passgenaue Angebote machen zu können.
Die Wanderausstellung „Mädchenwelten“ stellt genau diese Fragen. Ohne zu skandalisieren und ohne die gesellschaftlich etablierten Stereotype. 18 sehr unterschiedliche Mädchen werden vorgestellt; diese bilden die ganze Bandbreite des „Mädchenseins“ ab. Sie kommen aus urbanen und ländlichen Räumen, sind still oder eher schrill und haben die unterschiedlichsten  Ideen, Talente und Interessen.
Mädchen müssen gezielt unterstützt und gefördert werden. Doch die Sächsische Landesregierung plant für das Haushaltsjahr massive Einsparungen, so dass sich für das Sozialministerium ein Einsparvolumen von 25 Mio. Euro ergibt. Davon ist neben der Altenhilfe, Behindertenhilfe, Suchthilfe, Migrations- und Gleichstellungsprojekten vor allem die Kinder- und Jugendhilfe betroffen. Die Anzahl der Stellen für ein Freiwilliges Soziales Jahr sollen über die Hälfte von 1.111 auf 500 reduziert werden
Die Einsparungen sind in zweierlei Hinsicht für den Bereich der Mädchen- und Frauenarbeit besonders drastisch:
1. Frauen arbeiten besonders häufig im sozialen und Bildungsbereich, im dem die massiven Einsparungen zu Arbeitsplatzverlusten führen
2. über 80% der Freiwilligen in einem FSJ sind Mädchen und junge Frauen.

Gegen die Kürzungspläne regt sich breiter Protest. Auch ich verfolge die geplanten Sparmaßnahmen mit großer Sorge. Nicht nur die Kinder- und Jugendhilfe, sondern z.B. auch die Sucht-, Familien-, Behinderten-, und Altenhilfe sowie Migrations- und Gleichstellungsprojekte wären betroffen.
Klar ist: Der Haushalt muss konsolidiert werden. Aber Kürzungen mit dem Rasenmäher lehnen wir ab! Einsparmöglichkeiten müssen gefunden werden, ohne bei fachlich notwendigen Ausgaben zu kürzen.
Bündnis 90/Die Grünen in Sachsen fordern eine Aussetzung der Kürzungen, um erst einmal die Folgen der geplanten Einsparungen abschätzen und mögliche Minderausgaben und Effizienzreserven finden zu können. Dieser Prozess kann, wie auch die folgende Prioritätensetzung, nur gemeinsam mit den Trägern durchgeführt werden.
Es werden weitere Schritte nötig seien, um unter deutlich veränderten Prioritäten an anderen Stellen im Haushalt die Einsparungen zu realisieren. Effizienzreserven und Einsparpotentiale müssen im ganzen Haushalt gefunden werden, nicht nur im Bereich des Sozialen. Einsparungen dürfen nicht nur auf Kosten der unterstützungsbedürftigen Menschen gehen!

Wir brauchen einen zielgerichteten und effektiven Einsatz der Finanz- und Fördermittel. Auch wenn die Handlungsspielräume enger werden, müssen hier Ideen gefunden werden. Dazu stehe ich im Austausch mit der Landespolitik und Vereinen und Initiativen in Sachsen.
Doch nun erst einmal viel Spaß beim Entdecken der Ausstellung.


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